Zwischen zwei Schlechtwetterphasen nutzten wir ein sonniges Zeitfenster für die Schneeschuhtour aufs Mattjisch Horn – mit frischem Pulverschnee unter den Schuhen und einem atemberaubenden 360-Grad-Panorama auf dem Gipfel.
Manchmal hat man einfach Glück mit dem Wetter – und dieser Sonntag war so ein Tag. Eingeklemmt zwischen zwei ausgedehnten Schlechtwetterphasen öffnete sich ein schmales Zeitfenster mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel, das wir für die Tour mit einer kleinen Gruppe nutzten.
Aufstieg im Pulverschnee
Nach der Bergfahrt mit dem Bus zum Berghaus Arflina montierten wir unsere Schneeschuhe, prüften das LVS und machten uns auf den Weg in Richtung Arflinafurrga. Die vorangegangenen Niederschläge hatten frischen Pulverschnee hinterlassen, der unter den Schneeschuhen sanft knirschte. Jeder Schritt war ein Vergnügen. Die Spur durch den unberührten Schnee zu ziehen, das leise Zischen bei jedem Schritt und der Kontrast zwischen dem gleissenden Weiss und dem tiefblauen Winterhimmel – schöner lässt sich eine Schneeschuhtour kaum vorstellen.
Auf der Arflinafurgga angekommen, eröffnete sich uns das herrliche Panorma vom Prättigau ins Schanfigg mit den Gipfeln von Arosa. Nach der Aussichtspause gings weiter über den Grat in Richtung Gipfel. Für den letzten steilen Aufstieg mobilisierten wir nochmals alle Kräfte und standen schon bald neben dem Gipfelkreuz.
Gipfel mit herrlichem Panorama
Das Mattjisch Horn belohnte uns mit einem Panorama, das die Strapazen des Weges mehr als aufwog. Auf dem Gipfel öffnete sich der Blick in alle Himmelsrichtungen – ein 360-Grad-Schauspiel aus schneebedeckten Gipfeln, tiefen Tälern und fernen Bergketten, die sich am Horizont teilweise in Wolken verloren. Es war der Sonne zu verdanken, dass es auf dem Gipfel angenehm warm war und wir den Ausblick beim Mittagslunch ausgiebig geniessen konnten.
Der Abstieg führte uns zuerst bergab über den Gipfelhang und dann durch den hüfttiefen Pulverschnee der Peister Glatialp, vorbei am Unternen Clunersee zurück zum Berghaus Arflina. Beim Schlusstrunk im Restaurant liesen wir die Tour ausklingen, bevor es mit dem Bus zurück ins Tal ging.
Eine gelungene Schneeschuhtour, die lange in Erinnerung bleiben wird.